Kreissporttag 2018

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Skatulla will gute Arbeit fortsetzen

Michael Hiller (NWZ)

 

Ganderkesee /Sandkrug Am Dienstagabend hat Jörg Skatulla das Amt des Vorsitzenden des Kreissportbundes (KSB) Landkreis Oldenburg übernommen. Zuvor war der 49-Jährige schon fünf Jahre im KSB-Vorstand tätig und als stellvertretender Vorsitzender für die Finanzen zuständig.

„Ich muss jetzt nicht viel neu erfinden“, sagt Skatulla über seine Position. „Wir haben in den letzten Jahren schon viel auf den Weg bekommen. Diese gute Arbeit wollen jetzt auch im neuen Team fortsetzen“, blickt der KSB-Vorsitzende voraus.

Skatulla ist verheiratet und wohnt mit seiner Familie, zu der drei Kinder gehören, in Sandkrug. Als Kind hat er selbst Fußball gespielt, während des Abiturs kam dann Volleyball dazu. „Da habe ich es bis zur Bezirksoberliga geschafft“, schmunzelt Skatulla, der sich heute „nur“ noch als „Fitnesssportler“ bezeichnet.

Bei der TSG Hatten-Sandkrug landete er schließlich nicht nur durch die eigenen sportlichen Aktivitäten, sondern auch durch die seiner Kinder. Dort engagierte er sich lange ehrenamtlich sowohl als Betreuer von Jugendmannschaften als auch im Finanzvorstand. Eine passendere Aufgabe hätte es für Skatulla wohl auch kaum geben können, schließlich kennt er sich als Finanzbeamter mit Zahlen bestens aus.

Auf seinen neuen Aufgabenbereich innerhalb des KSB freut sich der Sandkruger. Die Schwerpunkte sieht er – ähnlich wie sein Vorgänger Peter Ache – in den Bereichen Integration, Inklusion, Sportentwicklung und Jugendarbeit. „Es muss uns gelingen, mehr junge Leute für das Ehrenamt zu begeistern. Außerdem müssen wir es schaffen, die Kinder und Jugendliche in die Sportvereine zu bringen und dort zu halten“, betont Skatulla. In diesem Zusammenhang freut er sich auch auf die Zusammenarbeit mit Keno Thurau, dem neuen Vorsitzenden der Sportjugend: „Er bringt viele neue Ideen und Schwung mit.“

 

Der Kreissporttag stand im Zeichen der Vorstandswahlen. Die Mitgliedsbeiträge werden ab 2020 leicht angehoben.

Ganderkesee Zum letzten Mal stand Peter Ache am Dienstagabend beim Kreissporttag als Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB) Landkreis Oldenburg vor 100 Stimmberechtigten und weiteren Gästen im Gasthaus „Zur Linde“ in Ganderkesee-Grüppenbühren am Mikrofon. Fast wäre ihm der leise Abgang geglückt, doch im NWZ-Bericht am gleichen Tag hatte er seinen Abschied bereits offiziell gemacht. Der Wardenburger kandidierte nicht erneut als KSB-Vorsitzender.

Und Ache wäre wohl nicht er selbst, wenn er nicht nur ein geordnetes Haus nach 14 Jahren Amtszeit an einen Nachfolger abgeben, sondern zugleich auch den passenden Namen dazu präsentieren könnte. Einstimmig erhielt der bislang stellvertretende Vorsitzende mit Schwerpunkt Finanzen, Jörg Skatulla, das Votum zur KSB-Führung.

Die nicht erneute Kandidatur Aches kam dann letztendlich doch nicht so unerwartet und fand in den Grußworten immer wieder Platz für Dankesworte. Dahinter stand keine Lobhudelei, sondern ehrlicher Dank von den Funktionären, Vereinsvertretern und Vorstandsmitgliedern.

Schulte spricht für LSB

Der Vizepräsident des Landessportbundes (LSB), Thorsten Schulte, würdigte die angenehme und gute Zusammenarbeit mit dem bisherigen KSB-Vorsitzenden und überreichte als Anerkennung ein Präsent. Die Goldene Ehrennadel des LSB hatte Ache schließlich schon vor fünf Jahren erhalten. „Mehr haben wir da leider nicht“, sagte Schulte und bekräftigte dafür umso mehr mit Worten Aches Verdienste. Daneben versäumte er nicht, die Politik aufzufordern, nicht nur den kommunalen Sportstättenbau zu unterstützen, sondern dabei auch die Vereine nicht zu vergessen. Auch wies Schulte auf eine Erhöhung der Beiträge durch die Vereine hin.

Landrat Carsten Harings hielt die eigentliche Laudatio auf Ache. „Seit 2004, dem Jahr, als Peter Ache Vorsitzender des Kreissportbundes im Landkreis wurde, hat er unglaublich viel bewegt.“ Fachkompetenz, die freundliche Art sowie Achtung und Respekt hätten die vergangenen 14 Jahre geprägt. Eine lange Zeit, in der Ache den KSB geführt habe – und das in einer gemeinnützigen Vereinigung, der rund ein Drittel der Kreisbewohner angehören würden. „Hoffentlich hast du dir den Schritt gut überlegt, denn eigentlich ist der nicht in Ordnung“, sagte Harings abschließen augenzwinkernd.

Eigentlich wollte der scheidende KSB-Vorsitzende erst später seine Gedanken zu seiner Entscheidung aufzeigen, doch die Dankesworte veranlassten ihn, schon früher das Wort zu ergreifen. „Es ist eine Ehre, 14 Jahre den KSB geführt haben zu dürfen und mit so tollen Leuten zusammengearbeitet zu haben. So schwer war das gar nicht, denn von meinem Vorgänger Gerold Otte konnte ich ein gut geführtes Haus übernehmen.“

Ache erinnerte daran, dass er schon mit 17 Jahren ins Sportfunktionärsgeschäft eingestiegen sei. Dies sei ein guter Schritt gewesen, betonte er: „Denn sonst wäre ich heute nicht der, der ich bin. Ich habe sehr viel aus der Arbeit für mich zurückbekommen. Dass ich nicht mehr kandidiere, ist aus meiner Sicht Platz machen für andere. Ich will nicht als Postenkleber ausscheiden. Nun freue ich mich auf neue Herausforderungen beruflicher Art und mehr Zeit für die Familie. Ich muss Euch danken – nicht ihr mir.“

Ehrung für Bokelmann

Als eine der letzten Amtshandlungen nahm Ache die Ehrung von Horst Bokelmann vor. Er überreichte dem Harpstedter die silberne Ehrennadel des Landessportbundes. Bokelmann war mit acht Jahren in den Harpstedter TB eingetreten, mit 16 Jahren wurde er Übungsleiter. Neben seiner Arbeit in der DLRG Ortsgruppe, beim Fußball und Handball war er von 1992 bis 2006 HTB-Vorsitzender sowie seit 2004 stellvertretender Vorsitzender im KSB. Im gleichen Jahr hatte dort Ache den Vorsitz übernommen. „Schade, dass du aufhörst. Aber jetzt bin ich dafür der Dienstälteste“, sagte Bokelmann in Richtung Ache.

Die Wahlen zum Vorstand für die nächsten zwei Jahre brachten neben dem einstimmigen Votum für Jörg Skatulla zwei weitere Veränderungen. Nikolas Lienemann wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden Finanzen (Skatullas bisheriger Posten) und Holger Kreye zum Stellvertreter für Fachverbandsangelegenheiten und Leistungssport als Nachfolger für Jürgen Steffens gewählt. Dieter Holten (Ausbildung) und Horst Bokelmann (Sportentwicklung) erhielten erneut das Vertrauen für die weiteren Stellvertreterposten.

Skatulla überreichte seinem Vorgänger als Dankeschön im Namen der KSB-Mitarbeiter einen Präsentkorb. Wenig später stellte er als eine seiner ersten Amtshandlungen die notwendige geltende Beitragserhöhung vor. „Diese ist vom Landessportbund vorgegeben“, erklärte Skatulla. Erwachsene zahlen ab dem Jahr 2020 0,85 Euro mehr (neuer Beitrag: 6,30), Jugendliche 0,65 (4,40) und Kinder 0,25 (2,50). Von diesen Geldern geht ein bestimmter Teil (Erwachsene 4,30, Jugendliche 2,90, Kinder 1,50 Euro) direkt weiter an den LSB.

Ferner stellten sich Inga Marbach, seit dem 1. Januar diesen Jahres als Sportreferentin eingestellt, und Keno Thurau als Nachfolger für Hagen Schmidt, Vorsitzender der KSB-Sportjugend, vor.

 

Jörg Skatulla ist neuer Vorsitzender des KSB

 

 

Ganderkesee Jörg Skatulla ist der neue Vorsitzende des Kreissportbundes (KSB) Landkreis Oldenburg. Der bisherige Kassenwart, der Mitglied in der TSG Hatten-Sandkrug ist, wurde am Dienstagabend während des Kreissporttags im Gasthaus „Zur Linde“ in Ganderkesee-Bookhorn zum Nachfolger von Peter Ache gewählt.

Ache selbst, der sich seit 1978 und somit 40 Jahre lang ehrenamtlich im Kreissportbund engagierte, stand nicht mehr zur Wahl (die NWZ berichtete). 14 Jahre lang hatte der Wardenburger den KSB als Vorsitzender geleitet. Ache erhielt Präsente vom KSB-Team .

Für Skatulla wurde Nikolas Lienemann zum neuen Kassenwart gewählt. Den ebenfalls aus dem Vorstand ausscheidenden Jürgen Steffens (stv. Vorsitzender) ersetzt Holger Kreye. Ein ausführlicher Bericht folgt.

 

An diesem Dienstag leitet Peter Ache letztmalig den Kreissporttag. Er blickt auf eine spannende Zeit zurück.

Wardenburg /Ganderkesee Es sind im wahrsten Sinne des Wortes „bewegte“ 14 Jahre, auf die Peter Ache als Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB) Landkreis Oldenburg mittlerweile zurückblickt. An diesem Dienstag wird der 58-Jährige auf dem Kreissporttag in der Gemeinde Ganderkesee (19 Uhr, Gasthaus Zur Linde) zum letzten Mal in seiner Position den Jahresbericht abgeben – zu den anschließenden Wahlen tritt Ache nicht wieder an.

„Es war eine tolle Zeit – anstrengend, aber schön“, blickt Ache zurück. „Eigentlich wollte ich schon mit Mitte 50 aufhören, habe dann aber doch weitergemacht. Es ist jetzt alles richtig gut geworden“, sagt der Wardenburger. Im Jahr 2004 hatte er den KSB-Chefposten von Gerold Otte übernommen. Der heutige Ehrenvorsitzende aus Hoyerswege hatte zuvor 30 Jahre die Position inne und ist immer „ein guter und geschätzter Berater an meiner Seite gewesen“, erzählt Ache.

Allerdings hat auch Ache schon wesentlich früher als 2004 begonnen, sich ehrenamtlich für den KSB zu engagieren. Bereits von 1978 bis 1990 war er als Vorstandsmitglied in der Sportjugend für internationale Jugendbegegnungen involviert. „Das machen dann ja insgesamt sogar 40 Jahre“, schmunzelt der Funktionär und fügt hinzu: „Am meisten haben mich die Begegnungen mit Menschen bewegt – nicht nur im Ausland.“ Doch gerade aus dieser Zeit erinnert er sich immer noch an eine Szene, die ihn während seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten am meisten berührt hat. Ende der 80er Jahre begleitete Ache in KSB-Funktion eine deutsche Sportdelegation nach Jerusalem und besuchte die bedeutendste Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem. „Deutsche und israelische Kinder haben sich an den Händen gehalten und geweint“, erzählt Ache.

Den Weg zum Sport fand Ache als Jugendlicher über den Judo-Club Achternmeer. Dort übernahm er wenig später nicht nur die Leitung der Judoabteilung, sondern meisterte auch die Prüfungen zum Schwarzgurt im Ju-Jutsu (1. und 2. Dan). Heute reicht die Zeit beim Diplom-Ingenieur und Immobilienmarktanalysten vor allem aus beruflichen Gründen nicht mehr für ein ordentliches Vereinstraining – dafür hält er sich mit Kraft- und Ausdauertraining fit.

Den Kreissportbund sieht Ache, auch im Vergleich zu anderen, sehr gut aufgestellt. „Wir sind auf einem guten Weg, obwohl die Mitgliedszahlen auch bei uns sinken“, sagt der 58-Jährige. Jedoch sei der Rückgang im Vergleich zum Landesschnitt gering. Aktuell zählt der KSB 46 696 Mitglieder in 157 Vereinen.

Rückblickend gab es für ihn als Vorsitzenden einige „große Momente“. Besonders froh war er über die hauptamtliche Besetzung der Geschäftsstelle, die überdies im Jahr 2015 in den Räumen des Sportdienstleistungszentrums der TSG Hatten-Sandkrug ein neues Zuhause fand. „Das war eine gute Entscheidung“, resümiert der KSB-Vorsitzende. Die Einstellung einer Sportreferentin (Inga Marbach) im vergangenen Jahr sei laut Ache „ein Sahnehäubchen“ gewesen. „Nur ehrenamtlich ist schon längst nicht mehr alles leistbar“, hält er fest.

Persönlich liegt ihm das Thema „Inklusion und Integration“ am Herzen. Gerade die „Sportivationstage“ sind dem Wardenburger in sehr schöner Erinnerung. Gleiches gilt für die Ehrungen der Sportler des Jahres – sowohl mit der NWZ als Partner als auch mit dem Landkreis.

Echte Rückschläge habe es „eigentlich nicht gegeben“, resümiert der Funktionär, wenngleich er die vor ein paar Jahren vom Landessportbund gewünschte Kooperation mit den Sportbünden Vechta, Cloppenburg und Delmenhorst immer noch als belastendes Thema im Hinterkopf hat. „Es gab viel Druck und Kritik von vielen Seiten, aber ich hatte unseren Vorstand hinter mir und wir haben für unsere Eigenständigkeit gekämpft“, sagt Ache. Die kleine Kooperation mit Delmenhorst laufe aktuell hervorragend.

Besonders stolz ist der Wardenburger auf seine Vorstandsmannschaft beim KSB. „Wir haben viele gute Entscheidungen im Team getroffen“, betont Ache. Dieses Team, aus dem am Dienstagabend zwei weitere Mitglieder ausscheiden werden, sei aber auch in Zukunft sehr gut aufgestellt. „Wir haben einen potenziellen Nachfolger, den wir als neuen Vorsitzenden vorschlagen werden und der hoffentlich gewählt wird“, sagt Ache – der somit positiv gestimmt ist, dass auch in Zukunft im Landkreis viel vom Kreissportbund und den Vereinen bewegt werden kann...

 

 

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